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„Hochschulbad über Wasser halten“ - Darmstädter CDU will Hochschulstadion erhalten – Karin Wolff: Alle müssen an einem Strang ziehen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 10. Dezember 2008 um 14:08 Uhr
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„Von der Mitteilung der TU, das Schwimmbad im Hochschulstadion bereits ab kommendem Jahr schließen zu wollen, sind wir überrascht. Für Darmstadt stellt das Hochschulstadion schließlich ein unverzichtbares Angebot dar. Es müssen daher alle Anstrengungen unternommen werden, um das Bad sprichwörtlich über Wasser zu halten, zu sanieren. Hierfür wird sich die CDU nach Kräften einsetzen“, teilt die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Karin Wolff mit.

Wolff macht deutlich, dass es sich beim Bad im Hochschulstadion nicht nur um eine Freizeiteinrichtung handele, sondern um eine traditionsreiche Trainingsmöglichkeit für Generationen von Sportlern. Mit dem Bau des neuen Klettersportzentrums des Deutschen Alpenvereins werde der Sport-Standort Lichtwiese/Hochschulstadion/Böllenfalltor derzeit weiter aufgewertet und für Sportler aller Richtungen zunehmend interessant. Eine Schließung wäre daher das falsche Signal, insbesondere die Stadt Darmstadt müsste ein Interesse daran haben, das Schwimmbad an dieser Stelle zu erhalten. Als „traurig und Ergebnis jahrzehntelanger Untätigkeit“ bezeichnet Wolff die Tatsache, dass sich die Darmstädter Schwimmbadlandschaft, mit Ausnahme des Jugendstilbads, in einem bemitleidenswerten Zustand befinde. „Der Magistrat behandelt die Darmstädter Schwimmbäder seit vielen Jahren regelrecht stiefmütterlich. Allein beim Bessunger Schwimmbad und dem Nordbad ist ein Sanierungsbedarf von gut und gerne 20 Millionen Euro aufgelaufen. Es ist in hohem Maße wahrscheinlich, dass die erforderlichen Investitionen nicht ohne Einschränkungen des Trainingsbetriebs vonstatten gehen. Umso wichtiger ist der Erhalt des Hochschulstadions“, so die CDU-Politikerin, die zudem Unverständnis darüber äußert, dass die Stadt noch immer keine Anträge zum Hallenbad-Investitionsprogramm „HAI“ des Landes Hessen gestellt habe.

Als ehemalige hessische Kultusministerin weist Wolff zudem auf eine besorgniserregende Steigerung der Anzahl von Nichtschwimmern unter Schulkindern hin. Erst im August 2008 hatte der Hessische Schwimmverband die Anzahl der Kinder, die nicht schwimmen können als „alarmierend hoch“ bezeichnet. Eine neue Studie weise den Anteil der Fünftklässler, die sich nicht mehr richtig über Wasser halten könnten, mit rund 30 Prozent aus. 2004 habe dieser noch bei rund 24 Prozent gelegen. Als wichtigsten Grund dafür gibt der Verband die Schließung von kommunalen Schwimmbädern an.

„Kurzum, beim Bad im Hochschulstadion handelt es sich nicht um einen verzichtbaren Luxus, sondern um eine wichtige Einrichtung. TU, Stadt und Bürgerschaft sind daher alle miteinander aufgerufen, Lösungen für einen Erhalt zu erarbeiten. Die TU hat diesbezüglich bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Darmstädter CDU wird den Magistrat im Stadtparlament ebenfalls hierzu nachdrücklich auffordern und an seine Verantwortung erinnern“, so Karin Wolff, die kurzfristig auch mit der Landesregierung Gespräche führen und um Unterstützung für den Erhalt des Schwimmbades bitten will.
 
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