| Junge Union präsentiert Plakatkampagne zur Landtagswahl |
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| Freitag, den 09. Januar 2009 um 10:54 Uhr |
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Mit einer eigenen, provokanten Plakatserie geht die Junge Union Darmstadt (JU) in die letzte Runde des Landtagswahlkampfs. Am gestrigen Abend präsentierten die Jungpolitiker ihre Motive den Vertretern der Presse und der Öffentlichkeit. „Wir wollen nicht nur zum Lachen anregen sondern auch zum Nachdenken“, erklärte der Vorsitzende Patrick Hoffmann den anwesende Journalisten zu Beginn der Pressekonferenz. Dass mit den gewählten Motiven beides erreicht werden sollte, steht außer Frage. So zeigt das eine Plakat eine Karikatur von Michael Siebel, der offensichtlich in der Funktion eines Metzgers drohend mit einem Fleischermesser und einem Beil vor vier hilflosen Schweinchen steht. Die Schweinchen tragen die Frisuren von Tesch, Walther, Everts und natürlich Metzger, die zuletzt durch ihr gehaltenes Wort in Bezug auf das Nein zur Kooperation mit der Linkspartei von der SPD verurteilt und an den Rand gestellt wurden. „Wir haben uns hierbei auf die Äußerungen von Herbert Schaus (Die Linke) bezogen, der die vier ehrenwerten Mitglieder des Landtages als hinderhältige Schweine bezeichnet hat“, kommentiert Hoffmann dieses Plakat. „Dass die vier durch ihre Worttreue und Aufrichtigkeit einigen machthungrigen SPD’lern eine Sprosse auf der Karriereleiter abgesägt haben, ist ja allgemein bekannt. Und wie Herr Siebel mit Frau Metzger umgeht, können wir aus der Presse nur erahnen.“, beschreibt Hoffmann weiter. Entsprechend passend ist das Plakat mit „Dagmars Metzger“ überschrieben. Natürlich fehlt auch der Hinweis darauf, zur Landtagswahl die Mutterpartei CDU zu wählen nicht. Ein weiteres Plakat in ähnlicher Aufmachung enthält den Slogan „Damit aus Ihrem X kein Y wird“ und zeigt ebenfalls karikaturistisch dargestellt Andrea Ypsilanti, wie sie mit einer Puppe in Form von Thorsten Schäfer Gümbel (TSG) spielt. Hoffmann erläutert dazu: „Man braucht nicht viel Politikverstand, um nachvollziehen zu können, dass TSG nichts anderes als eine Marionette der Partei- und Fraktionsvorsitzenden Ypsilanti ist. Wohin das nach der Wahl führen kann, sollte jedem klar sein. Wenn es eine Rot-Rot-Grüne Mehrheit geben sollte, müssten wir mit einer Ministerpräsidenten Ypsilanti rechnen! Das wollen und müssen wir der Öffentlichkeit bewusst machen“. Auf Nachfragen der anwesenden Journalisten ergänzt Hoffmann: „Egal mit welchen Täuschungsmanövern die SPD diesmal kommt – Generalsekretär auswechseln etc. – der Bürger wird schlau genug sein, um zu sehen wie wenig glaubhaft es ist, dass Frau Ypsilanti nach der Wahl Ihren Hut nimmt und auf das Amt verzichtet“. Mit dieser mutigen These äußert die JU nicht nur Bedenken in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des SPD-Spitzenduos, sondern unterstellt gleichzeitig einen Täuschungsversuch. Mit einer solchen Aktion lehnt sich die Junge Union weiter aus dem Fenster, hielt sie sich doch bisher mit Kommentaren zu den Entwicklungen in der SPD weitestgehend zurück. Falls die JU tatsächlich, wie angekündigt 750 Plakate dieses Typs über die Stadt verteilen sollte, wird sie sich in den nächsten Tagen wohl so edel aus der Auseinandersetzung heraus halten können. „Das eine sind innerparteiliche Querelen, die uns als JU nicht viel angehen. Das sollen die Genossen intern regeln, dazu wollten wir nichts sagen. Aber die andere Sache ist die Frage des Politikstils, der dort an den Tag gelegt wird. Und wir sind uns sicher, dass dies bei der kommenden Wahl einen entscheidenden Einflussfaktor darstellen wird. Wir wollen nur beleuchten mit welchen Menschen es die Öffentlichkeit hier zu tun hat“, führt Hoffmann hierzu aus. Im Anschluss an die Präsentation begannen die anwesenden JU’ler mit dem Aufstellen der ersten Plakate auf der Bismarkstraße. „Heute Nacht wird der Grundstein gelegt, am Wochenende kommt der Rest“, äußerte sich ein fleißiger Helfer, der mit drei Plakaten bepackt von Laternenmast zu Laternenmast wanderte. Das lässt viel erwarten. |



