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CDU: Schuldenstand dramatisch - Konstruktive Beteiligung der Opposition gefragt Top Artikel

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Die CDU zeigt sich ver­wun­dert über die Aus­sagen der Oppo­si­tion zu den dra­ma­ti­schen Ergeb­nissen der Haus­halts­klausur.

"Wenn der SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zende Benz die Schul­den­lage als nicht neu bezeichnet, dann weiß er mehr, als die anderen Frak­tionen im Stadt­par­la­ment. Sein Par­tei­freund und lang­jäh­riger Käm­merer Wolf­gang Glenz hat hin­sicht­lich der Kas­sen­kre­dit­lage stets beschwich­tigt und noch bei den letzten Haus­halts­be­ra­tungen davon gespro­chen, dass der Kre­dit­rahmen bei Weitem nicht voll bean­sprucht wird. Dass das mit der Rea­lität nichts zu tun hat, wissen wir jetzt", teilt der CDU-Vor­sit­zende Ctirad Kotoucek mit.

 

Die Haus­halts­lage stelle sich näm­lich wesent­lich dra­ma­ti­scher dar, als bisher bekannt. So seien die Kas­sen­kre­dite, ver­gleichbar mit einem Dis­po­kredit, bis an ihre Ober­grenze aus­ge­reizt, die wei­teren Alt­schulden drücken zusätz­lich, ebenso Ver­bind­lich­keiten der Eigen­be­triebe und der Inves­ti­ti­ons­stau in vielen Berei­chen der städ­ti­schen Infra­struktur.

"Grün-schwarz tritt ein schweres Erbe an. Das sollte der SPD besser bekannt sein, als allen anderen. Wenn Herr Benz das alles jetzt als längst bekannt dar­zu­stellen ver­sucht, ist das unred­lich. Schließ­lich tragen die Ober­bür­ger­meister und Käm­merer der SPD seit vielen Jahren die Ver­ant­wor­tung für die Finanz­mi­sere, in der sich die Stadt heute befindet. Warum das Par­la­ment bei­spiels­weise über die Ent­wick­lung der Kas­sen­kre­dite nicht infor­miert wurde und sowohl der ehe­ma­lige Ober­bür­ger­meister als auch der Käm­merer kurz vor den Wahlen im März die finan­zi­elle Lage der Stadt weit posi­tiver dar­ge­stellt haben, wird noch par­la­men­ta­risch auf­zu­ar­beiten sein. Der Ein­druck ver­fes­tigt sich, als hätten die Ver­ant­wort­li­chen den Haus­halt bis zuletzt sehenden Auges voll vor die Wand laufen lassen. Wer so agiert, hat die Zah­lungs­un­fä­hig­keit unserer Stadt ris­kiert. Das ist in hohem Maße unver­ant­wort­lich", so Kotoucek.

Die neue Stadt­re­gie­rung müsse sich nun gemeinsam mit Mit­ar­bei­tern und Bür­ger­schaft mühsam an die Auf­räum­ar­beiten machen, Ein­spar­vor­schläge erör­tern und umsetzen. "Ange­sichts ihrer jahr­zehn­te­langem Ver­ant­wor­tung in diesem Bereich, wäre die SPD gut beraten, aktiv und ein ganzes Stück weit demü­tiger an der Lösung der von ihr ver­ur­sachten Pro­bleme mit­zu­wirken", for­dert Kotoucek.

Der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zende Hartwig Jourdan lobt die Zusam­men­ar­beit der Dezer­nenten und städ­ti­schen Mit­ar­beiter. "Erst­mals seit langem, arbeiten Ober­bür­ger­meister und Dezer­nenten gemeinsam an einer Lösung der Pro­bleme. Allein das ist schon ein Novum, das Hoff­nung macht. Wir sind zuver­sicht­lich, dass gemeinsam mit den städ­ti­schen Mit­ar­bei­tern, Frak­tionen des Stadt­par­la­ments und Bür­ge­rinnen und Bür­gern künftig eine bes­sere Haus­halts­po­litik gelingt. Trans­pa­renz, eine neue und ver­ständ­liche Haus­halts­sys­te­matik und ordent­liche Kom­mu­ni­ka­tion werden dafür die Grund­lage bilden", macht der CDU-Poli­tiker deut­lich. Ebenso wie sein Kol­lege for­dert er Ehr­lich­keit in der Dis­kus­sion und kon­struk­tive Bei­träge der Oppo­si­tion ein.

"Wer es wie die SPD viele Jahre ver­säumt hat, selbst kleine Kon­so­li­die­rungs­schritte umzu­setzen, darf sich nicht wun­dern, wenn nun grö­ßere Schritte auf dem Weg zurück zu einem geord­neten städ­ti­schen Haus­halt erfor­der­lich werden. Unser Ziel ist es, die finan­zi­elle Hand­lungs­fä­hig­keit unserer Stadt wie­der­her­zu­stellen und dau­er­haft zu sichern. Das es mit einem "Weiter-So" alleine nicht getan ist und Ein­spar­vor­schläge einer­seits und Ein­nah­me­er­hö­hungen ander­seits nun auch end­lich umge­setzt werden müssen, ist die einzig ver­blei­bende Kon­se­quenz. Wir müssen jetzt han­deln, um nicht das letzte biss­chen Ein­fluss­mög­lich­keit auch noch zu ver­lieren. Popu­lismus und den Men­schen etwas vorzu­ma­chen, ist sicher nicht der rich­tige Weg. Sach­li­chen und rea­lis­ti­schen Kon­so­li­die­rungs­vor­schlägen von SPD und FDP gegen­über sind wir auf­ge­schlossen", unter­streicht Hartwig Jourdan abschlie­ßend.

Zuletzt geändert am: Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 17:21 Uhr

Kommentare  

 
+1 #1 Manfred SündorfManfred Sündorf 2011-07-18 12:18
Ich finde es ausgesprochen gut, wenn ernsthaft mit der Konsolidierung des Haushaltes begonnen wird.

. . . nur man möge mir eines erklären:
Wenn der städtische Wohnungsbestand (700) an ein städtisches Unternehem (Bauverein) verkauft wird (dieser dafür Kredit aufnehmen muss) und der 2 stellige Millionenbetrag im Haushalt eingestellt und verplant wird, dann sind das doch zusätzliche Schulden, die gemacht werden. Es wird zwar nicht direkt, sondern über eine Tochter Kredit aufgenommen. Was macht da den Unterschied?

Ich kann mich erinnern, dass der jetzige Bürgermeister Herr Reisser, vor der Wahl 50% von "Hebungserlös" zur Schuldentilgung verwenden wollte. Vergessen?

Als jemand, der die die Grundrechenarte n beherrscht, komme ich mir etwas veralbert vor.

Was sagt Herr Schellenberg dazu, der sicher besser rechnen kann, als ich?
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