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GRÜNE und CDU nicht gegen Einführung einer Umweltzone

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GRÜNE und CDU nicht gegen Ein­füh­rung einer Umwelt­zone - "Abge­stimmtes Maß­nah­men­paket und Erhalt des LKW-Durch­fahr­ver­bots not­wendig"

"Die Dar­stel­lung GRÜNE und CDU in Darm­stadt würden eine Umwelt­zone grund­sätz­lich ablehnen, ist falsch. betonen der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der GRÜNEN-Frak­tion, Felix Weidner und der Vor­sit­zende des Aus­schusses für Bauen, Pla­nung und Ver­kehr, Ctirad Kotoucek (CDU). „Für die GRÜN-Schwarze Koali­tion hat der Schutz der Bevöl­ke­rung vor schäd­li­cher Luft­ver­un­rei­ni­gung oberste Prio­rität. Selbst­ver­ständ­lich spielt dabei auch die Umwelt­zone eine Rolle. Im Koali­ti­ons­ver­trag ist des­halb ver­an­kert, dass wir die Ein­rich­tung einer Umwelt­zone prüfen werden."

 

Dieses Ziel stehe in Ein­klang mit dem seit rund einem Jahr gül­tigen Luftrein­hal­te­plan für Darm­stadt, den die Lan­des­re­gie­rung als zustän­dige Behörde für den Immis­si­ons­schutz erlassen habe, erklären die beiden Koali­ti­ons­po­li­tiker.

"Allein kann die Stadt eine Umwelt­zone jedoch nicht ein­richten. Diese muss vom Land ange­ordnet werden. Bisher hat sich das Land hierzu jedoch zurück­hal­tend gezeigt, bezie­hungs­weise nur mit der Aus­sicht, dass dann das LKW-Durch­fahrt­verbot fallen müsste", so die beiden Koali­ti­ons­po­li­tiker, „Dieses sowohl im Bezug auf Abgase, wie auch Lärm und Stadt­ver­träg­lich­keit wir­kungs­volle Instru­ment wollen und werden wir auf keinen Fall gefährden."

Die Koali­tion hatte daher einen Ände­rungs­an­trag zum Antrag der SPD auf Ein­füh­rung einer Umwelt­zone gestellt, der dann gemeinsam mit dem SPD-Antrag in geschäfts­ord­nungs­mä­ßige Behand­lung gegeben wurde. Der Magis­trat habe nun den Auf­trag, die Anträge inner­halb der kom­menden drei Monate zu bear­beiten. "In dem Ziel, dass zusätz­liche Maß­nahmen erfor­der­lich sind, sind sich alle einig. Indes alles auf die eine Karte Umwelt­zone zu setzen und damit im Zweifel das LKW-Durch­fahrt­verbot zu gefährden, kann nicht der rich­tige Weg sein."

Die beiden Poli­tiker erin­nern daran, dass neben dem Ver­kehr wei­tere Fak­toren zu den Schad­stoff­be­las­tungen und Grenz­wert­über­schrei­tungen bei­tragen. So sei regel­mäßig die erste Grenz­wert­über­schrei­tung an Neu­jahr durch das Sil­ves­ter­feu­er­werk zu ver­zeichnen. Andere Fak­toren seien über­re­gio­naler Fer­nein­trag von Schad­stoffen, aber bei­spiels­weise auch Heiz­an­lagen.

"Wir werden den Magis­trat weiter in seinem Bemühen unter­stützen, gemeinsam mit dem Land zügig zusätz­liche Maß­nahmen umzu­setzen, die die Schad­stoff­be­las­tung in der Stadt ver­rin­gern. Wir setzen dafür auf die kon­struk­tive Dia­log­be­reit­schaft der Lan­des­re­gie­rung." so Weidner und Kotoucek abschlie­ßend.

Zuletzt geändert am: Montag, den 23. Januar 2012 um 12:01 Uhr
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