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11.08.2020, 14:21 Uhr
Presseerklärung der CDU Darmstadt zu den Radverkehrsversuchen in Darmstadt

Wir, die CDU Darmstadt, sind grundsätzlich für sichere Radwege und eine Verbesserung der Radinfrastruktur. Nur so lassen sich mehr Menschen dazu bewegen, innerstädtisch auf das Rad umzusteigen. Dadurch wird die Umwelt entlastet, der Autoverkehr in der Stadt verringert und der Schadstoffausstoß vermindert. Dennoch muss auch der motorisierte Individualverkehr so leistungsfähig wie möglich bleiben.

 

 „Denn trotz ausgebauter und sicherer Radwege, für die wir uns immer wieder stark machen, wird es auch in Zukunft Menschen geben, die nicht auf das Auto verzichten können oder wollen.“, erläutert Paul Georg Wandrey, Kreisvorsitzender der CDU Darmstadt. Pendler, die von außerhalb nach Darmstadt zum Arbeiten kommen, sind dabei nur eine Gruppe.

Und weil für uns der motorisierte Individualverkehr nicht statt, sondern neben dem Radverkehr existieren soll, haben wir schließlich bei fünf der acht vorgeschlagenen Verkehrsversuche Korrekturen erwirkt und ihnen erst danach zugestimmt. Bei drei vorgeschlagenen weiteren Versuchen haben wir grundsätzliche Bedenken geäußert und einer Erprobung nicht zugestimmt (Frankfurter Straße, Kasinostraße, Heinrichstraße).

Die CDU sieht darüber hinaus auch die Möglichkeit, Parallelführungen für den Radverkehr zu schaffen, wenn eine Radverkehrsanlage an einer Hauptstraße für den Autoverkehr aus Platzgründen nicht realisiert werden kann oder einen zu großen Einschnitt in die Leistungsfähigkeit der Straße bedeuten würde. Dabei kann dem Radverkehr auf der Parallelroute Vorrang eingeräumt werden und gleichzeitig werden Konflikte auf stark von Autos befahrenen Straßen vermieden.

Schließlich unterliegt die Evaluierung der Verkehrsversuche eindeutigen Vorgaben. Nicht nur motorisierter und Radverkehr müssen dabei genau untersucht werden, um belastbare Vergleichszahlen erhalten zu können. Auch die bereits angesprochene Gefahr der Verdrängung des Autoverkehrs ist zu beachten. Erst dann ist es möglich, die daraus generierten Ergebnisse neutral, unideologisch und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar auszuwerten. „Darauf setzen wir. Denn die Zustimmung, die wir zu dem groß angelegten Verkehrsversuch gegeben haben, bedeutet für uns nicht die automatische Zustimmung zu einer endgültigen und dauerhaften Lösung“.

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